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Baukunst am Regen
Walderbach und Reichenbach:
Architektonische Glanzlichter am Fluss

Zwölf Uhr mittags im Oberpfälzer Wald, da läuten auf dem Dorf die Kirchenglocken. Dunkel schlagen die einen, die anderen leicht zeitversetzt etwas heller, bis ihr Klang das idyllische Karree von Klostermauern und Wirtschaftsgebäuden erfüllt. In ihrem Inneren birgt die Klosterkirche seltene romanische Fresken aus dem 12. Jh., die sich in komplizierten Mustern an den Gurtbögen vernetzen. Fast könnte man meinen, in nordischer Gegend unterwegs zu sein. In Cornwall etwa, wo der schwere Silberschmuck ähnlich verschlungene Linien aufweist. Oder in einer von Norwegens Stabkirchen mit ihren aufwändigen Schnitzereien. Die Bemalungen wurden erst 1888 wieder entdeckt, als man die Kirche restaurierte.

Essen & Trinken:
Einen herrlichen Ausblick auf den Fluss Regen hat man von der Terrasse des Gasthof-Hotel Rückerl. Insbesondere die Fisch-Spezialitäten kann man dort zu einem erfrischenden Glas Wein empfehlen; in der Klosteranlage Walderbach, Am Prälatengarten 2-4, 93194 Walderbach, Tel. 09464/9500; www.hotel-rueckerl.de


Draussen bleiben die Gewitterwolken an der Spitze des Zwiebelturms hängen. Myriaden von Regentropfen verbinden sich am Fluss zu einem Grauschleier. Endlich fingern ein paar Sonnenstrahlen dazwischen. Einige Kilometer flussabwärts thront das imposante Kloster Reichenbach auf einem Hügel. Wie Walderbach wurde es im frühen 12. Jh. gegründet, und zwar von Markgraf Diepold II. Seine Grablege findet man in der nordöstlichen Kapelle. Dort sind auch einige Grabplatten angebracht, die unter Nekrophilen sicherlich ihre Liebhaber fänden. Die Klostergebäude dienen seit 1891 als Heil- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder.

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Klosterkirche Walderbach: Im Inneren wertvolle Fresken.

Sommerabende am Klavier
Konzerte von Elena Nesterenko

Rosenduft am sonnigen Hang
Im Klostergarten träumen

Einzigartige Fresken in der Klosterkirche
Malereien blieben erhalten